Rumänien gilt als Knotenpunkt für den Menschenhandel in Mittel- und Osteuropa. IJM baut deswegen in Bukarest ein zentrales Büro auf, das mit vielen Partnern die Bekämpfung des Menschenhandels stärkt und weiterentwickelt.

Mit einem Team von 3 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern untersucht IJM die aktuelle Situation im Land und will daraus eine langfristige Strategie entwickeln. Ein wichtiger Schritt ist dabei auch das Kennenlernen von lokalen Partnern. Bei der geplanten Recherchearbeit zu sexueller Ausbeutung, Arbeitssklaverei und dem Zwang zu Bettelei kann so auch bereits auf vorhandene Expertise zurückgegriffen werden.

Ein Großteil des Budgets für die Startphase in 2019 ist bereits zusammengekommen. Bei der Finanzierung der fehlenden 47.000 € ist jeder Betrag willkommen! Mit einer Spende von z. B. 20 € kannst du dich gezielt am Startschuss für Rumänien beteiligen. Mehr Informationen und online spenden unter: ijm-deutschland.de

Vom 2. – 5. April 2019 findet der 3. Weltkongress gegen die sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen in Mainz statt. Unter dem Motto: „Prostitution – neither sex nor work“ laden die Veranstalter zu zahlreichen Vorträgen und Diskussionen ein. Der Kongress wird von SOLWODI e. V. organisiert, der deutschen Mitgliedsorganisation von CAP international, Armut und Gesundheit e. V. und der Unterstützung sowie Teilnahme der gesamten deutschen Bewegung zur Abschaffung von Sklaverei.

Der Kongress wird am Nachmittag des 2. April mit einer besonderen Aktion eröffnet: Eine außergewöhnliche Gruppe von Überlebenden der Prostitution aus Deutschland und der ganzen Welt wird die deutschen Behörden dazu auffordern, ihre schädliche öffentliche Politik in Bezug auf Prostitution erneut zu überdenken.

Die Anmeldung zu dieser wichtigen Veranstaltung kann direkt über die Website www.capworldcongress.org erfolgen.

Der kürzlich herausgegebene Bericht der US-Regierung beschäftigt sich mit der Problematik von Menschenhandel weltweit und hat auch in diesem Jahr wieder einige Schwerpunktthemen. So wird z. B. die Verbreitung von Menschenhandel in einer eher ländlichen Gegend in Kanada beleuchtet oder verschiedene Modelle vorgestellt, wie Opfer und Überlebende stark gemacht werden können, um nicht noch einmal in diese Falle zu geraten.

Auch das brisante Thema der „Haushaltshilfen“ in Diplomatenfamilien wird beleuchtet und wie Regierungen damit umgehen. Der gesamte Bericht kann direkt auf der Seite des U.S. Department of State abgerufen werden.

Freethem hat sich ein neues Outfit verpasst und steht als lightup jedoch für die gleichen Werte und Ziele: Aufmerksam machen auf Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung.

Wieso lightup? Weil die Gruppe Licht auf Themen werfen will, die viele lieber im Dunkeln lassen würden. Menschenhandel – in Deutschland? Gibt es, und lightup will darüber reden, informieren und die Fakten aufdecken.

Hier gehts zur Facebook-Seite und zur Website. Unbedingt reinschauen! Und Mitmachen!

A21 setzt seinen Fuß auf die iberische Halbinsel und eröffnet ein Büro in Barcelona. Viele Menschen in Spanien wissen nicht, dass Menschenhandel überhaupt existiert. Damit ist dieses Büro eine großartige Gelegenheit, die Bevölkerung darüber aufzuklären und gefährdete Personen davor zu bewahren, zu Opfern zu werden.

Herzlichen Glückwunsch A21!

Ende Dezember 2017 hat das Bundeskriminalamt (BKA) das „Bundeslagebild Menschenhandel“ für 2016 vorgelegt. Alle dargestellten Zahlen basieren auf im Jahr 2016 abgeschlossenen polizeilichen Ermittlungsverfahren. Der komplette Bericht befindet sich hier.

 

 

Ab 1. Juli 2017 tritt in Deutschland ein neues Gesetz zum Schutz von Personen in Kraft, die in der Prostitution tätig sind. Lesen Sie hier das Wichtigste in Kürze:

  • 2002 wurde die Sittenwidrigkeit der Prostitution durch Rot-Grün aufgehoben.
  • Am 7. Juli 2016 hat der Bundestag das Prostitutiertenschutzgesetz beschlossen.
  • Zukünftig sind Bordellbetriebe erlaubnispflichtig.
  • Wer ein Bordell betreiben will, darf nicht einschlägig vorbestraft sein.
  • Prostituierte müssen sich anmelden und dabei auch ihre Tätigkeitsorte angeben.
  • Vor der Anmeldung finden umfangreiche Beratungsgespräche statt.
  • Es gelten strenge Jugendschutzvorschriften.
  • Für entwürdigende Sexpraktiken darf nicht geworben werden.
  • Polizei und Ordnungsbehörden bekommen leichteren Zugang zu Bordellbetrieben.
  • Prostitution in Fahrzeugen und Straßenprostitution werden ebenfalls geregelt.

Mehr Details zu diesem Thema? Lesen Sie hier über Einzelheiten des neuen Gesetzes.